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Fotos von unserer Aktion zum Tag des Flüchtlings 2008

Fotos von unserer Aktion zum Tag des Flüchtlings 2010

Am 2. Oktober 2010, dem Internationalen Tag des Flüchtlings, veranstalte die Amnesty - Asylgruppe Berlin in Zusammenarbeit mit dem GRIPS Theater Berlin und der Amnesty - Jugendgruppe Berlin eine große Aktion zum Thema Flüchtlingsschutz auf dem Potsdamer Platz. Von 12 - 16 Uhr haben wir das Laufpublikum informiert, Unterschriften gesammelt und mit einer Theaterperformance auf die Lage der Flüchtlinge vor Europas Grenzen aufmerksam gemacht.

Fotos von unserer Aktion bei 48 Stunden Neukölln 2012

Am 15. Juni 2012 organisierte die Amnesty Asylgruppe eine Lesung von Flüchtlingsgeschichten und am 16. Juni die Vorstellung persönlicher Erfahrungsberichten im Young Arts NK.

Wege ins Warten - auf der Flucht nach Europa

Veranstaltungsreihe, Mai/Juni 2014 Einladung

Zu Fuß durch die Wüste, ausharren an den EU-Außengrenzen und in der Illegalität zu Hungerlöhnen arbeiten. Was treibt Menschen wie Khaled Khoshdel, Kriegsflüchtling aus Afghanistan an, diese Strapazen auf sich zu nehmen? In drei Veranstaltungen stellen wir autobiografische und biografische Fluchtgeschichten vor und zeichnen verschiedene Stationen von Flucht nach.

Fluchtwege
Lesung am 20. Mai, 20 Uhr, Café Hilde, Metzer Str. 22
Flucht im letzten Moment, Folter und jahrelanges Herumirren - Benno Fürmann, Tanja Dückers, Maria Cecilia Barbetta und Marion Brasch lesen Texte von bekannten und unbekannten Autor_Innen

An den Grenzen
Fluchtfilm am 4. Juni, 19 Uhr, Moviemento, Kottbusser Damm 22
Der junge Mohamed ist seit über zwei Jahren auf der Flucht - aus seiner Heimat Mali nach Europa. Der Doku-Film „Foreign" zeigt das Überleben in der Fremde. Danach Gespräch mit Regisseurin Miriam Faßbender.

Angekommen?
Ausstellung am 19. Juni, ab 20 Uhr, Lettrétage, Mehringdamm 61
Das Leben in Europa eines Flüchtlings ist ein Kampf. Fotografien und Graphic Novel mit Videos und Werkgespräch.

Bei allen Veranstaltungen ist der EINTRITT FREI!


Archiv

Als Gruppe versuchen wir auf die Lage von Flüchtlingen aufmerksam zu machen und fordern die Einhaltung von Menschenrechten für Flüchtlinge in Deutschland, Europa und der ganzen Welt.

  • Roma droht Abschiebung in den Kosovo
  • Save-Me-Kampagne

ROMA DROHT ABSCHIEBUNG IN DEN KOSOVO

28. Januar 2009 - Zehn Jahre nach dem Krieg werden Roma diskriminiert und mehr denn je aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Trotzdem planen europäische Regierungen die Abschiebung von Roma in den Kosovo.

Kosovo im Juni 1999: Der Krieg ist offiziell beendet. Doch im Anschluss an den Einsatz der Nato zerstören Albaner die Häuser der Roma. Straßenzüge, ganze Stadtteile sind geplündert, gebrandschatzt und niedergerissen worden. Vor und während des Krieges haben mehr als 235.000 Roma und Angehörige anderer Minderheiten durch Flucht oder Vertreibung ihren Wohnsitz verloren. Weitere 4.100 Angehörige von Minderheiten wurden vertrieben als im März 2004 eine neue Welle ethnisch motivierter Gewalt ausbrach. Etwa 23.000 Roma leben heute in Deutschland und haben hier einen Ort gefunden, der ihnen einen gewissen Schutz bietet - vorübergehend. Roma leben in Deutschland nur mit einer Duldung. Jetzt droht ihnen die Abschiebung in den Kosovo.

Bisher hatte die UN-Übergangsverwaltung des Kosovo (UNMIK) Abschiebungen von Roma und Serben in den Kosovo verhindert und die Abschiebung von Aschkali und Ägyptern nur nach eingehender Prüfung zugelassen. Im November 2008 hat die UNMIK die Zuständigkeit für Rückführungsfragen an die kosovarische Regierung abgegeben. Und diese ist zur Aufnahme der Vertriebenen bereit. Amnesty International befürchtet nun, dass im Jahr 2009 Zehntausende Roma unter Zwang aus Europa in den Kosovo zurückgeführt werden sollen und auch Deutschland mit den Abschiebungen beginnen wird.

Armut und Diskriminierung bestimmen den Alltag

Im Kosovo lebt neben der albanischen Mehrheit eine Reihe ethnischer Minderheiten. Die größte ist die der Serben. Außerdem sind Roma und die den Romagruppen zugerechneten Aschkali und Ägypter sowie Türken, Bosniaken und andere Minderheiten vertreten. Durch Krieg und Vertreibung leben sie heute getrennt in klar abgegrenzten Gebieten oder in Enklaven, also in einzelnen Dörfern, Vierteln oder Häuserkomplexen. Seit der Unabhängigkeitserklärung im Februar 2008 hat sich ihre Lage nicht verbessert. Armut und Diskriminierung gehören noch immer zum Alltag. Roma sind vom regulären Arbeitsmarkt faktisch ausgeschlossen, ihre Arbeitslosigkeit liegt bei nahezu 100%. Viele von ihnen leben in extremer Armut und müssen mit weniger als 1 US $ am Tag auskommen.

Schätzungsweise ein Drittel der Roma, Aschkali und Ägypter hat keine gültigen Ausweispapiere und muss dadurch befürchten als staatenlos betrachtet zu werden. Dies macht es ihnen unmöglich, ihren früheren Besitz zurück zu erlangen oder Zugang zu Bildungsangeboten zu erhalten. Mangelnde Bildungschancen wiederum erhalten den Kreislauf der Armut aufrecht. Hinzu kommt der Ausschluss der Roma vom sozialen Sicherungssystem und von ärztlicher Behandlung. Selbst wenn sie registriert sind, sind viele Roma nicht einmal in der Lage, sich die Medikamente für die Grundversorgung zu leisten. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich die Lage der Roma in naher Zukunft verbessern wird. Zwar sichert die Verfassung für das unabhängige Kosovo den unterschiedlichen Volksgruppen ausdrücklich Minderheitenschutz zu. Dieser gilt bisher jedoch nur auf dem Papier. Auch ein Jahr nach der Unabhängigkeitserklärung ist immer noch nicht mit der Umsetzung der Aktionspläne zur Integration von Roma, Aschkali und Ägyptern sowie zur Wiedereingliederung von Rückkehrern begonnen worden.

Mitmachen: Keine Abschiebung in das Kosovo!

Den Angehörigen der Roma kann in absehbarer Zeit keine Rückkehr in den Kosovo zugemutet werden. Amnesty International fordert die Innenminister und -senatoren der Bundesländer auf, Roma nicht in den Kosovo zurückzuschicken, sondern ihnen und anderen gefährdeten Menschen weiterhin Schutz zu gewähren. Werden Sie aktiv und fordern Sie einen sofortigen Abschiebungsstopp für Roma aus dem Kosovo.

Machen Sie mit! Schreiben Sie noch heute an den Vorsitzenden der Innenministerkonferenz oder an Bundesinnenminister Schäuble. Fordern Sie sie dazu auf, Roma aus dem Kosovo zu schützen und einen sofortigen Abschiebungsstopp zu erlassen.

Brief Bundesinnenminister Schäuble Brief Innenministerkonferenz

SAVE-ME

Wir alle kennen die Bilder von ertrunkenen oder fast ertrunkenen Menschen in den Meeren vor Spanien, Griechenland, Süditalien oder Malta. Schätzungen der UNO-Flüchtlingsorganisation (UNHCR) sprechen von 40 Millionen Menschen auf der Flucht vor Hunger, Gewalt und Vertreibung weltweit. Nur die allerwenigsten schaffen es, ihre Heimatregion zu verlassen. Die meisten landen in überfüllten Lagern an den Grenzen oder in den Nachbarländern, wo sie oft jahrelang ohne jede Perspektive auf Rückkehr oder auf einen Neuanfang verbleiben müssen.

Der UNHCR betreut diese Flüchtlinge und stellt dabei fest, dass es unter ihnen eine Gruppe Menschen (etwa ein Prozent) gibt, die in besonderer Weise geschützt werden müssen: zum Beispiel Kranke, Verletzte oder Traumatisierte, die dringend eine Therapie benötigen, vergewaltigte- oder von Vergewaltigung bedrohte Frauen, Frauen mit Kindern und allein lebende Kinder. Sie brauchen nicht nur den Schutz vor Abschiebung, sondern auch eine Zukunftsperspektive.

Für sie hat die UNO das sog. Resettlement-Programm entwickelt. Das Programm sieht vor, regelmäßig und durch ein festgelegtes Verfahren, eine bestimmte Zahl Flüchtlinge in sicheren Ländern aufzunehmen. Die USA, Kanada und die skandinavischen Staaten nehmen bereits an diesem Programm teil, Deutschland bisher nicht.

Amnesty International fordert die Bundesregierung seit langem auf, ein nationales Resettlement-Programm einzurichten.

Auch Sie können aktiv werden und als Botschafter oder Botschafterin diese Forderung unterstützen. Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.save-me-berlin.de

Das Grundrecht auf Asyl und das Recht auf Schutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention für jeden einzelnen Menschen sowie auf ein faires Asylverfahren werden von diesem Programm nicht berührt.

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